Alle Termine fanden in den Räumen der Aidshilfe statt. Diese sind weitgehend barrierearm. Bitte gebt bei der Anmeldung an, welche Anforderungen ihr an Raum und Vortrag/Workshop habt, um so entspannt wie möglich teilnehmen zu können. Wir haben Masken, Ohrenstöpsel und Namensschilder vor Ort und versuchen, alles Weitere nach Bedarf umzusetzen.
Diesmal fokussierten wir auf praktische Ansätze und erforschten konkrete Handlungsmöglichkeiten, die zu einer solidarischeren und sichereren Community beitragen. Das bedeutet, dass diesmal hauptsächlich Workshops stattfanden, die teilweise um die 4 Stunden gehen.
Anschließend an 2024 haben wir dieses Jahr eine weitere Themenreihe zu queeren Identitäten und Lebensrealitäten organisiert, diesmal mit Fokus auf praktische Handlungsideen zur Verbesserung der Situationen verschiedener queerer Gruppen. Aus verschiedenen Gründen ist diese Reihe etwas holpriger gelaufen als letztes Jahr. So musste der erste Vortrag wegen mangelnder Anmeldungen ausfallen und der Workshop zu Awarenessarbeit in Queeren Spaces krankheitsbedingt um vier Wochen verschoben werden. Insgesamt aber liefen alle stattfindenden Termine sehr erfolgreich ab und die Teilnehmenden waren sehr begeistert.
Der erste Workshop am 05.09.2025 “Nichtbinär: Von Identität, Gender und Neopronomen” von Noah Stoffers hatte 12 Besucher*innen, die nicht nur verschiedene Pronomen vorgestellt bekamen und über deren Herkunft erfuhren, sondern auch in praktischen Übungen lernen konnten, wie man diese anwendet. Es wurden Satzkonstruktionen mit Neopronomen geübt. Der Workshop war im Vorfeld bereits sehr beliebt, sodass andere Organisationen den Kontakt zu Noah Stoffers aufnahmen, um selbst Workshops zu buchen, da sie unseren Termin nicht wahrnehmen konnten. Diese waren sowohl Gruppen aus der Aidshilfe Düsseldorf, als auch ein germanistisches Institut einer Nordamerikanischen Universität, die genderinklusive Sprache in ihren Deutschunterricht aufnehmen möchten. Dieser Kontakt ist zugegebenermaßen durch persönliche Beziehungen der QZD Koordination entstanden, dennoch freut uns diese Entwicklung, gerade wenn es um queerfreundliche US-Amerikanische Hochschulen im aktuellen Klima geht.
Einen Monat später, am 05.10.2025 fand der Workshop “Regenbogenfamilien in queeren Räumen mitdenken” in Kooperation mit der Fachstelle Regenbogenfamilien der AWO Düsseldorf statt. Anschließend an einen unserer monatlichen Queer Brunches, trafen sich die Teilnehmenden und sprachen über die Lebenssituation queerer Familien und deren mangelnde Inklusion in queere Räume und Veranstaltungen und erarbeitete Ideen zu familienfreundlichen Veranstaltungen. Wichtig war vielen die explizite Ansprache und Einladung queerer Familien zu Veranstaltungen, diese also direkt als familienfreundlich zu deklarieren und vor Ort auch wirklich so zu gestalten. Dinge wie Wickeltische und Kinderbetreuung, aber auch zeitliche und preisliche Anpassungen, um Familien so die Teilnahme zu ermöglichen, müssen selbstverständlicher werden. Auch das Thema Community Care wurde ausgearbeitet. Von Projekten wie Wahlgroßeltern bis hin zu aktiver Solidarität und Zusammenarbeit für die Bedürfnisse queerer Familien, wurde vieles besprochen. Klar wurde, dass die kinderlosen Menschen unserer Community ein größeres Bewusstsein für queere Familien mit Kindern entwickeln müssen und diese aktiv als Teil der Community mitzudenken und in die Planungen einzubinden.
Am 07.11. fand dann der erste Workshop des YAYA Kollektivs statt. “Awarenessarbeit in queeren Spaces” war hier Thema und eine Gruppe von 12 Leuten arbeitete gemeinsam an Konzepten, um als Awarenesspersonen souveräner handeln und so kommende Veranstaltungen sicherer gestalten zu können, wenn unser Einsatz gefragt ist. Es wurde aktives Zuhören geübt, um so ein Gefühl dafür zu bekommen, wie man eine Person wirklich zu Wort kommen und ihre Perspektive darstellen lässt. Es wurde außerdem viel darüber diskutiert, wie man Betroffenen-orientiert agieren kann und nicht in unüberlegtem Aktionismus eine Situation potentiell verschlimmert. Der Einsatz von Security Personal in bestimmten Situationen war genauso Thema, wie die Notwendigkeit von Rückzugsräumen und genderspezifische Sensibilität. Aufgrund reger Diskussionen konnten nicht alle Punkte zu ende behandelt werden, aber der Workshop war ein großer Erfolg.
Am 24.11. fand der Vortrag “Queer im Alter” statt, in dem über die Arbeit der Fachstelle informiert und die Angebote der Stadt vorgestellt wurden. Es ging um die Geschichte queerer Rechte und darum, warum ältere queere Leute skeptisch institutioneller Altenpflege und staatlichen Strukturen sind. Ziel dieses Abends war primär, jüngere Queers und Menschen die in sozialen Berufen arbeiten, für generationenspezifische Bedürfnisse zu sensibilisieren und älteren Queers zu zeigen, dass sie mitgedacht werden und es queerfreundliche Angebote gibt.
Am 27.11. fand der zweite Workshop des YAYA Kollektivs statt. “Rassismussensible Awarenessarbeit” fokussierte auf die Sensibilisierung nicht-Betroffener für rassistische Erfahrungen. Weil dieser Workshop vom 30.10. verschoben werden musste, konnten nicht mehr alle Angemeldeten teilnehmen und es kamen nur wenige Neuanmeldungen hinzu, sodass es dieses Mal nur eine Gruppe von 8 Personen war. Auch hier wurde wieder aktives Zuhören trainiert, was besonders weiße Menschen in Situationen mit rassistischen Übergriffen dringend besser lernen müssen. Es gab Videos zu Sprache und wie Begriffe in Abhängigkeit von Sprechenden mehr oder weniger rassistisch sind. Es ging, wie im vorherigen Workshop viel darum, Betroffenen-orientiert zu agieren und die Wünsche dieser zu respektieren.
ACHTUNG: ENTFÄLLT!!!
MONTAG 25.08.2025
Vortrag: sexuelle Gesundheit und Prävention
DIESER TERMIN ENTFÄLLT VORERST WEGEN FEHLENDER TEILNEHMER*INNEN. WENN IHR WOLLT, DASS DER TERMIN NACHGEHOLT WIRD, MELDET EUCH ÜBER DAS KONTAKTFORMULAR. DANN FINDEN WIR EINEN NEUEN TERMIN SPÄTER IM JAHR.
FREITAG 05.09.2025
Workshop: Nichtbinär: Von Identität, Gender und Neopronomen
Workshopleitung: Noah Stoffers (er/ihm und sier/siem)
In diesem Workshop stellt Noah Stoffels nichtbinäre Identitäten vor und verschafft einen kurzen Überblick über die recht lange Geschichte der Neopronomen. Danach werden einige bekanntere Neopronomen samt Beispielsätzen vorgestellt. Im Anschluss wird gemeinsam geübt und ihr könnt Fragen stellen.
Foto: Marco Ansing
Beginn: 17:30
Dauer: ca 3 Std
SONNTAG, 05.10. 2025
Queer Brunch
und Workshop: Regenbogenfamilien in queeren Räumen mitdenken
Leitung: AWO Fachstelle Regenbogenfamilien
Queere Räume und Angebote sind oft themenspezifisch und in ihren Rahmenbedingungen auf Einzelpersonen, bzw. Personen ohne Kinder ausgelegt. Was aber braucht es, dass sich Familien oder Einzelpersonen mit Kindern angesprochen und eingebunden fühlen und welche Rahmenbedingungen sind nötig, damit sie auch teilnehmen können?
Wir wollen in diesem Workshop Ideen sammeln und Konzepte erarbeiten, wie queere Familien in den unterschiedlichsten Konstellationen eingebunden werden können. Kommt vorbei, bringt eure Iden mit und lasst uns gemeinsam überlegen, wie wir queere Räume familienfreundlicher gestalten können.
Vor dem Workshop findet unser monatlicher Queer Brunch statt. Das Buffett ist wie immer vegetarisch-vegan und kann nach dem Brunch für den Workshop stehenbleiben. Gebt bei der Anmeldung bitte an, wieviele Leute ihr seid, ob ihr zum Brunch und zum Workshop, oder nur zum Workshop kommt.
Es wird für das Nachmittagsprogramm, nach dem Brunch ab 13:30 eine Kinderbetreuung geben. Gebt bei Anmeldung bitte unbedingt an, mit wie vielen Kindern ihr kommt und welches Alter diese haben. So können wir das Betreuungsangebot entsprechend planen.
Beginn Brunch: 11:00, Dauer ca. 2 Stunden
Beginn Workshop: 14:00, Dauer ca. 2,5 Std mit 20-30 min Pause
Beginn Kinderbetreuung: 13:30
DONNERSTAG, 27.11.2025
Workshop: Rassismussensible Awarenessarbeit
Workshopleitung: YAYA e.V.
Viele von uns setzen sich bereits mit rassismus- und machtkritischen Perspektiven auseinander. Theoretisch.
Aber wie sieht diese Haltung in der konkreten Praxis aus?
Wie schaffen wir Räume, in denen sich auch von Rassismus betroffene Menschen wirklich sicher, gehört und mitgedacht fühlen?
In diesem Workshop möchten wir gemeinsam schauen:
Was bedeutet rassismussensible Awarenessarbeit wirklich?
Welche Dynamiken wirken (bewusst oder unbewusst) in Teams und Gruppen, die sich als solidarisch verstehen?
Und wo stehen wir uns vielleicht selbst im Weg?
Gemeinsam mit euch wollen wir typische Fallstricke erkennen, sensibler für unterschiedliche Erfahrungen werden und konkrete Handlungsspielräume ausloten. Themen wie traumasensibles Arbeiten, betroffenen-zentrierte Perspektiven und eine bewusste Teamzusammenstellung stehen dabei im Mittelpunkt.
Neben Impulsen gibt es viel Raum für Austausch, Reflexion und ehrliches Fragenstellen.
Wir wollen miteinander lernen. Mit Respekt, Offenheit und der Bereitschaft, auch mal unbequeme Themen nicht auszuklammern.
YAYA bringt langjährige Erfahrung in machtkritischer und rassismussensibler Arbeit mit und freut sich auf einen Workshop mit ehrlichem Blick und solidarischem Miteinander.
Zielgruppe:
Dieser Raum ist vor allem für Personen gedacht, die im Alltag keine Rassismuserfahrungen erleben und Personen, die zwar Rassismuserfahrungen erleben, aber sich aktiv mit ihrem eigen internalisierten Rassimus auseinandersetzen möchten.
Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Was es braucht: die Bereitschaft, sich auch mit den eigenen Privilegien auseinanderzusetzen.
Der Workshop findet in deutscher Sprache statt.
Wir freuen uns, dich kennenzulernen!
Beginn: 16:00
Dauer: ca 4,5 Std
FREITAG 07.11.2025
Workshop: "Awareness in Queeren Spaces"
Workshopleitung: YAYA e.V.
Gerade in queeren Räumen wollen wir uns sicher, gesehen und respektiert fühlen. Sie sind für viele von uns gelebte Utopien; Orte, die uns stärken und für unseren oft sehr heteronormativ dominierten Alltag wappnen.
Doch was bedeutet es eigentlich konkret, sich gesehen zu fühlen?
Wie können wir Räume gestalten, in denen sich möglichst viele Lebensrealitäten gehört und respektiert fühlen, gerade in ihrer Verletzlichkeit?
In diesem praxisnahen Workshop geht es genau darum: Awareness als Haltung und als konkrete Handlung.
Jenseits von Buzzwords entwickeln wir gemeinsam Ideen, wie Awareness in der Realität aussehen kann, ob auf Veranstaltungen, im Arbeitskontext oder im privaten Raum.
Mit praktischen Übungen und Raum für Austausch wollen wir gemeinsam erproben, was wirklich helfen kann.
Statt „Man müsste mal...“ möchten wir mit euch lieber: “Was können wir heute schon tun? Und wofür tragen wir jetzt gemeinschaftlich Verantwortung?” erarbeiten.
Zielgruppe:
Für alle, die queere Räume mitgestalten oder sich dort bewegen – egal ob in der Orga, ehrenamtlich oder als Gäst*in.
Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Was es braucht: die Bereitschaft, sich auch mit den eigenen Privilegien auseinanderzusetzen.
Der Workshop findet in deutscher Sprache statt.
Wir freuen uns, dich kennenzulernen!
Beginn: 16:00
Dauer: ca 4 Std
MONTAG, 24.11.2025
Vortrag: Queer im Alter
Mitarbeiter*innen der Aidshilfe Düsseldorf sprechen über ihre Arbeit und die Fachstelle Altern unterm Regenbogen, sowie das Anschlussprojekt Queer im Alter, stellen Angebote in Düsseldorf für queere Menschen 55+ vor und beantworten eure Fragen.
Beginn: 18:00
Dauer ca. 2 Stunden
